Mit Physiotherapie den Ursachen von Schmerzen begegnen

Mézière

Die ganzheitliche Behandlungsmethode nach Francoise Mézière ist der Grundsatz unserer Physiotherapiepraxis und liegt uns ganz besonders am Herzen.

Die französische Physiotherapeutin Francoise Mézière entwickelte Mitte des letzten Jahrhunderts eine Heilbehandlung, die sich grundlegend von allen bisherigen Behandlungsmethoden unterscheidet: Mézière geht davon aus, dass die Ursache für Schmerzen häufig nicht dort liegt, wo sie auftritt oder bemerkt wird. Die Auswirkungen von einseitigen Alltags- und Berufsbelastungen, Verletzungen und sogar seelischen Traumen werden häufig über fasziale und muskuläre Kompensationsketten in andere Bereiche des Körpers verlagert. Dort werden sie dann als Schmerz und/oder Bewegungseinschränkung wahrgenommen. Dieser Verlagerungsmechanismus kann zu einer dauerhaft veränderten Statik führen, aus der sich eine Veränderung der Bewegungsmuster ergibt.

Häufige Begleiterscheinungen sind:

  • Schmerzen
  • Verspannung
  • Kontrakturen bis hin zur Muskelverkürzung
  • Entzündungen (Schleimbeutel, Sehnen, Gelenke, Knochenhaut…)
  • Organstörungen
  • vegetative Dysfunktionen
  • Störungen des psychischen Gleichgewichts

Chronische Muskelverspannungen führen demnach zu Veränderungen der Beweglichkeit in den Gelenken bis hin zu Achsenabweichungen in der Wirbelsäule (Rundrücken/Skoliose/verstärktes Hohlkreuz) und in den Extremitäten (O-Beine, X-Beine). Alle Fehlstellungen können auf Muskeldysbalancen zurückgeführt werden. Vor allem das Zwerchfell und mit ihm innere Organe sind dabei häufig mit beeinflusst.
Die Kompensationen des Körpers dienen eigentlich dazu, Schmerzen zu vermeiden und eine Entlastung zu erreichen, führen aber häufig langfristig zu neuen körperlichen Problemen.

Ziel der Behandlung nach Mézière ist es, die individuellen Kompensationsmechanismen aufzuspüren und zu beseitigen. Dazu werden Dehnhaltungspositionen genutzt, die primär auf die hintere Muskel- und Faszienkette wirken und ein Ausweichen in die Fehlhaltung verhindern. Therapeut und Patient arbeiten gemeinsam an der Aufrichtung der Wirbelsäule und der möglichen Gelenkkorrektur, unterstützt durch einen freieren Atemfluss. Die Zwerchfellatmung spielt dabei in vielen Fällen eine besondere Rolle. Der Patient bekommt im Lauf der Behandlung wieder ein besseres Gefühl für sein „Aufrechtsein“ und lernt, dieses im Alltag zu aktivieren. Auch das vegetative Nervensystem profitiert durch die wohltuende und ausgleichende Wirkung dieser Behandlung.

Zusammenfassend soll die Behandlung nach Mézière dabei unterstützen, die ursprüngliche, gesunde Form des Körpers wiederzuerlangen und so den Muskeln und dem Skelett die optimale Funktion durch größtmögliche Bewegungsfreiheit zu ermöglichen.

Im Vergleich dazu betonen herkömmliche physiotherapeutische Methoden den Muskelaufbau. Damit reagiert der Therapeut mit Druck auf Gegendruck. Bei Mézière geht es um den Spannungsabbau verkrampfter Muskeln. Erst wenn diese sich wieder lockern, können über Jahre eingeübte Fehlhaltungen korrigiert und Schmerzen beseitigt werden.
Der nachfolgende Film erklärt die Grundlagen von Mézière.

Die Reconstruction Posturale®, eine innovative Kinesitherapie from CFPRP on Vimeo.